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terzo®Gehörtherapie

Hören ist Kopfsache

Für gutes Hören nach Hörverlust bedarf es mehr als guter Hörgeräte-Technik

Alternativen: Neue Therapieform kombiniert Gehörtraining und smarte Hörgeräte-Technik
Optimal versorgt: Gehörtraining fürs Gehirn – Hörgeräte fürs Ohr

„Schwerhörigkeit ist die Summe zahlreicher Faktoren, die im Laufe des Lebens auf das Gehör einwirken“, erklärt Dr. Juliane Dettling, wissenschaftliche Leiterin des
terzo-Instituts für angewandte Gehörforschung in Stuttgart, „Schwerhörigkeit entsteht nicht durch eine ‚Abnutzung’ des Gehörs mit dem Alter.“ Sechs Millionen Deutsche über 45 Jahre leiden unter einer starken, 15 Millionen unter einer deutlichen Hörminderung. Häufige Ursachen können Chemotherapeutika, Medikamente, Stress, Schadstoffe aus der Umwelt oder ein Hörsturz sein.
Der größte Risikofaktor ist jedoch der zunehmende Alltagslärm. Wissenschaftler und Techniker des terzo-Instituts haben eine innovative Gehörtherapie entwickelt, die dem nachlassenden Hören und Verstehen entgegenwirkt. Sie kombiniert ein spezielles Gehörtraining mit anschließender Hörgeräteanpassung. Seit 2006 haben mehr als 20.000 Betroffene die terzo®Gehörtherapie absolviert.

Hörfilter reduzieren Nebengeräusche

Das gesunde Gehör besteht aus zwei Teilen: dem Ohr, das den Schall aufnimmt, und dem Gehirn, das ihn verarbeitet. Die Haarsinneszellen in der Hörschnecke übersetzen den Schall in Nervenimpulse. Der Hörnerv leitet sie ans Gehirn, das sie verarbeitet. Allerdings erreicht nur ein Drittel aller Hörsignale unser Bewusstsein. Verantwortlich dafür ist ein ausgeklügelter Mechanismus im Gehirn: Natürliche Hörfilter lassen unwichtige Nebengeräusche wie das Ticken der Uhr oder raschelnde
Kleidung in den Hintergrund treten, sodass wir uns auf die wesentlichen Töne konzentrieren können.

Therapie wirkt Hörverlust entgegen

Bei Schwerhörigen sind meist beide Gehöranteile geschädigt: Haarzellen und Hörfilter. Die Haarzellen sterben nach und nach ab; immer weniger Hörsignale erreichen das Gehirn. Daraufhin wird das Nervenzellnetzwerk der Hörverarbeitung, besonders das der Hörfilter, schrittweise abgebaut. Das Gehirn filtert weniger Geräusche aus. Betroffenen fällt es so zunehmend schwerer, Gesprächen zu folgen, besonders wenn Nebengeräusche stören. „Eine einfache Unterhaltung in der Gruppe wird so unmöglich“, weiß Hörforscherin Dettling. Aus Angst vor peinlichen Situationen ziehen sich viele Schwerhörige zurück.

Smarte Technik für besseres Hören

Um das zu verhindern empfehlen Experten wie Dettling das Tragen von Hörgeräten. Gleichzeitig warnt die Wissenschaftlerin vor zu hohen Erwartungen. „Die Hörgeräte sind zwar technisch hochentwickelt, erbringen aber keine intelligente Leistung. Sie verstärken alle Geräusche ohne die Filterfunktion des Gehirns zu berücksichtigen.“ Umgebungsgeräusche klingen plötzlich so laut, dass die Leute meist weiterhin nicht gut verstehen. Selbst hochwertige Hörgeräte können in der Schublade landen.

Training für besseres Verstehen

Hier setzt die terzo®Gehörtherapie an. Sie kombiniert das innovative 
terzo-Gehörtraining mit der Anpassung von Hörgeräten. Das Training sorgt zunächst dafür, dass die natürlichen Hörfilter im Gehirn reaktiviert werden. Nach dem therapeutischen Gehöraufbau können sich die Kunden bewusst für ein Hörgerät entscheiden – bei dem sie qualitative Unterschiede tatsächlich „heraushören“ können. 

Therapieablauf in Kürze

Zunächst prüfen die terzo®Gehörtherapie-Berater, wie viel die Betroffenen bei alltäglichen Hintergrundgeräuschen tatsächlich noch verstehen. Das Gehörtraining selbst findet zu Hause mit speziellen, geliehenen Trainings-Hörsystemen statt. Regelmäßige Messungen zeigen, dass sich das Gehör bei täglicher Übung zwischen 30 und 60 Minuten meist schon nach zwei Wochen verbessert – spürbar für den Kunden, messbar durch die terzo-Technik. Nach dem terzo-Gehörtraining genügt für gewöhnlich das ganztägige Tragen der Hörgeräte im Alltag, um die Hörfilter fit zu halten.

Aktiv werden für mehr Lebensqualität

Damit es nicht erst so weit kommt, empfiehlt Hörforscherin Dettling einen frühzeitigen kostenlosen Hörtest mit persönlicher Beratung: „Warten Sie nicht, bis Ihr Gehör merklich geschädigt und Ihr Sprachverständnis deutlich beeinträchtigt ist.“ 
Bis zu sieben Jahre kann es dauern, bis sich Betroffene ihres Hörproblems bewusst werden – wertvolle Zeit, die verloren geht. „Je früher eine Schwerhörigkeit erkannt wird, desto besser“, betont Prof. Marlies Knipper vom Hörforschungszentrum der Universität Tübingen. „Denn umso wirksamer lässt sich abnehmendes Sprachverstehen verhindern.“